US-Bericht: KI könnte bis zu 100 Millionen Arbeitsplätze gefährden

von Redaktion KI im Personalwesen | Dez. 2, 2025 | News

Wie die Nachrichtenwebseite Axios berichtet warnt ein neuer Bericht des US-Senats vor weitreichenden Folgen des raschen Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung. Nach der Analyse könnten in den kommenden zehn Jahren nahezu 100 Millionen Arbeitsplätze in den USA wegfallen.

Der Bericht, der unter Federführung von Bernie Sanders, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten (HELP), erstellt wurde, basiert auf einer ChatGPT-gestützten Auswertung verschiedener Tätigkeitsprofile. Demnach weisen sowohl einfache als auch qualifizierte Berufe ein hohes Automatisierungspotenzial auf. Besonders betroffen seien Fast-Food-Tätigkeiten, von denen laut Analyse 89 % automatisierbar seien, gefolgt von 64 % der Aufgaben in der Buchhaltung und 47 % im Transport- und Logistiksektor. Insgesamt spricht der Bericht von der Entstehung einer Form „künstlicher Arbeit“, die den Arbeitsmarkt in weniger als einem Jahrzehnt tiefgreifend verändern könnte.

In einem begleitenden Kommentar argumentiert Sanders, dass große Technologie- und Handelsunternehmen bereits massiv in Automatisierung investieren, um Personalkosten zu senken. Der Bericht verweist unter anderem auf Amazon und Walmart, die in den vergangenen Jahren tausende Stellen abgebaut und gleichzeitig automatisierte Prozesse ausgebaut haben.

Politisch bewerten Demokraten die Entwicklung als Risiko für Beschäftigte und als potenzielle Ursache wachsender Ungleichheit. Republikanische Stimmen warnen hingegen vor einer übermäßigen Regulierung, die aus ihrer Sicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit der USA im Bereich Künstliche Intelligenz gefährden könnte.

Als mögliche politische Maßnahmen nennt der Bericht eine 32-Stunden-Woche, Gewinnbeteiligungsmodelle sowie eine sogenannte „Robot Tax“. Diese sollen dazu beitragen, den erwarteten Strukturwandel sozialverträglich zu gestalten.

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