McKinsey-Studie „Seizing the Agentic AI Advantage“ und die Impulse für das Personalwesen

von | Sep. 17, 2025 | News

zuletzt aktualisiert 5. Januar 2026

Generative KI ist in vielen Unternehmen angekommen – doch messbare Effekte bleiben bislang rar. Die McKinsey-Studie „Seizing the Agentic AI Advantage“ beleuchtet die Ursachen des sogenannten GenAI-Paradoxons und zeigt, wie agentische KI helfen kann, es zu überwinden. Die Kernbotschaft für HR: Von Recruiting über Helpdesk bis hin zu Learning haben Personalabteilungen die Chance, Prozesse neu zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und die Employee Experience spürbar zu verbessern.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Studie Seizing the Agentic AI Advantage wurde von McKinsey & Company, konkret von der Einheit QuantumBlack, AI by McKinsey, erstellt. Methodisch stützt sich die Untersuchung auf eine Kombination aus globalen Unternehmensbefragungen, quantitativen Analysen von Use-Case-Daten sowie qualitativen Fallstudien in verschiedenen Branchen. So wurden z. B. Daten ausgewertet, nach denen zwar rund 80 % der Unternehmen generative KI nutzen, aber ebenso viele keinen messbaren RoI erkennen können. Zudem zeigte sich, dass weniger als 10 % der vertikalen Anwendungsfälle die Pilotphase verlassen haben, ein Ergebnis, dass sich auch mit den Befunden anderer Studien deckt. Ergänzend wurden Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Sektoren herangezogen, um konkrete Effekte wie Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen zu illustrieren.

Dieses Paradoxon bildet den Ausgangspunkt der Analyse. Die Autoren identifizieren als Hauptursache, dass die meisten Initiativen in horizontalen Anwendungen wie Chatbots oder Office-Copilots verharren und so zwar breite, aber diffuse Nutzenpotenziale schaffen. Vertikale, funktionsspezifische Lösungen bleiben dagegen häufig im Pilotstadium stecken.

Illustration einer KI-Hand, die ein leuchtendes Puzzlestück einfügt – Symbol für agentische KI als fehlendes Teil im HR-Prozess
Agentische KI als fehlendes Puzzlestück: Transformation von Prozessen und durchbrechen des GenAI-Paradoxons mit klarer Strategie

Horizontale und vertikale Anwendungen

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal innerhalb der Studie betrifft den Anwendungsfokus:

  • Horizontale Anwendungen sind generische, funktionsübergreifende Tools, die in nahezu allen Unternehmensbereichen genutzt werden können. Beispiele sind Chatbots für allgemeine Fragen, Office-Copilots für E-Mail- oder Textbearbeitung oder automatische Meeting-Notizen. Diese Anwendungen bieten eine breite Entlastung, erzeugen jedoch oft nur schwer messbare Effekte auf die Wertschöpfung. Im HR-Kontext kann dies etwa ein Chatbot sein, der Mitarbeitenden allgemeine Unternehmensrichtlinien erklärt – hilfreich, aber mit begrenztem Einfluss auf zentrale HR-Kennzahlen.
  • Vertikale Anwendungen sind dagegen spezifisch auf einzelne Fachfunktionen zugeschnitten und tief in deren Prozesse integriert. Beispiele sind Kreditrisiko-Analysen in Banken oder Supply-Chain-Re-Planning in der Produktion. Der Nutzen lässt sich hier direkt und quantitativ an Fachkennzahlen ablesen. Für HR bedeutet dies beispielsweise den Einsatz agentischer Systeme, die den gesamten Recruiting-Prozess von der Stellenausschreibung über das Screening und die Interviewplanung bis hin zum Vertragsentwurf orchestrieren. In diesem Fall ist der Effekt unmittelbar an Metriken wie Time-to-Hire, Kosten pro Einstellung oder Candidate Experience messbar.

Die Autoren betonen, dass nur vertikale, prozessnahe Anwendungen das Potenzial haben, den ökonomischen Durchbruch zu bringen.

Vom Copilot zum Agenten

Die Studie argumentiert, dass der nächste Entwicklungsschritt über die bloße Nutzung von GenAI hinausgeht: Agentische KI. Darunter verstehen die Autoren Systeme, die über Gedächtnis, Planungsfähigkeit und Integration mit Tools verfügen. Diese Agenten sind in der Lage, eigenständig komplexe, mehrschrittige Prozesse abzuwickeln, proaktiv zu handeln und zielorientiert Aufgaben zu erledigen.

Damit unterscheidet sich die neue Generation von KI deutlich von den bisher weit verbreiteten „passiven“ Copilot-Lösungen.
Zu dem Schluss, dass Early Adopter agentischer KI in Bezug auf RoI deutlich positivere Erfahrungen machen, kommt auch eine aktuelle globale Studie von Google Cloud.

Vorteile agentischer KI

Die Autoren betonen mehrere zentrale Vorteile:

  • Parallelisierung: Agenten können Aufgaben simultan abarbeiten und so Durchlaufzeiten verkürzen.
  • Adaptivität: Sie reagieren flexibel auf Veränderungen in Echtzeit.
  • Personalisierung: Sie bieten skalierbare, individualisierte Interaktionen – etwa für Kunden oder Mitarbeitende.
  • Flexibilität: Sie lassen sich an Nachfrageschwankungen anpassen.
  • Resilienz: Durch strukturierte Eskalationspfade und Audit-Fähigkeit wird Zuverlässigkeit gewährleistet.
  • Wirtschaftlicher Effekt: Neben Effizienzgewinnen können Agenten auch neue Erlöse erschließen, indem sie Kundenerlebnisse verbessern oder vollständig neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

Prozessneugestaltung statt Automatisierung im Bestehenden

Ein zentrales Ergebnis: Unternehmen erzielen nur dann substanzielle Effekte, wenn sie ihre Prozesse end-to-end neu gestalten – unter Berücksichtigung von Rollenverteilungen zwischen Mensch und Agent. Die reine Integration von Agenten in bestehende Abläufe bringt hingegen meist nur moderate Effizienzgewinne. Beispiele aus der Studie zeigen, dass vollständig neu gedachte Abläufe zu 80 % automatischer Ticketlösung oder 60–90 % schnelleren Bearbeitungszeiten führen können.

Architekturen für agentische KI

Für die technische Umsetzung empfiehlt die Studie die Einführung einer „agentic AI mesh“ – einer Schicht zur Koordination und Steuerung einer Vielzahl von Agenten. Diese Infrastruktur stellt sicher, dass unterschiedliche Agenten orchestriert, überwacht und mit klaren Zugriffsrechten versehen werden. Wichtige Bausteine sind:

  • Asset-Registry und Workflow-Katalog
  • Nachvollziehbarkeit und Observability
  • Zugriffsrechte (AuthN/AuthZ)
  • Evaluationsmechanismen
  • Feedback- und Lernschleifen
  • Prävention von Agenten-Sprawl

Die Autoren raten zudem zu offenen Standards für Interoperabilität, etwa Model Context Protocol (MCP) oder Agent-to-Agent-Kommunikation (A2A).

Menschliche und organisatorische Herausforderungen

Die Studie unterstreicht, dass weniger die Technologie, sondern vor allem menschliche und organisatorische Faktoren erfolgskritisch sind. Hierzu gehören:

Beispiele aus der Praxis

Die Studie illustriert Potenziale anhand mehrerer Fallbeispiele:

  • Legacy-Modernisierung: Agenten-Teams mit menschlicher Aufsicht reduzierten Aufwand und Zeit um über 50 %.
  • Kreditrisiko-Memos: Automatisierte Erstellung und Bewertung führten zu 20–60 % Produktivitätsgewinn und 30 % schnelleren Entscheidungen.
  • Research Operations: Multi-Agent-Systeme erkannten Anomalien und Oberflächenstrukturen, wodurch über 60 % Produktivitätspotenzial und jährliche Einsparungen von drei Millionen US-Dollar erzielt wurden.

Handlungsempfehlungen (90-Tage-Plan)

Die Studie empfiehlt ein gestuftes Vorgehen:

  • 0–30 Tage: Auswahl von ein bis zwei Lighthouse-Prozessen mit klarer Ergebnisrelevanz (Profit & Loss, P&L); Aufbau eines CEO-gestützten AI Councils; Definition von Autonomie-Levels und Eskalationspfaden.
  • 31–60 Tage: Bildung funktionsübergreifender Squads; Neugestaltung von Prozessen als Mensch+Agent-Kollaboration; Aufbau zentraler Mesh-Primitiven; Entwicklung von Data Products.
  • 61–90 Tage: Pilotierung agentischer Netzwerke mit Human-in-the-Loop-Governance; Messung von KPIs (z. B. Cycle Time, Auto-Resolution-Rate, Override-Rate, Run-Cost pro Transaktion); Testen der Wirtschaftlichkeit, einschließlich Simulation von Last und Modellmix, um Run-Cost-Economics realistisch zu bewerten; Einführung von Policies gegen Agenten-Sprawl.

Relevanz für das Personalwesen

Die in der Studie skizzierten Prinzipien lassen sich in vielfältiger Weise auf das Human Resource Management übertragen. Besonders relevante Anwendungsfelder sind:

  • Recruiting & Onboarding: Orchestrierung kompletter Abläufe von Stellenausschreibung über Screening und Interviewplanung bis zum Vertragsentwurf.
  • HR-Services/Helpdesk: Automatisierte Bearbeitung von Standardanfragen (z. B. Urlaubsanträge, Benefits, Policy-Fragen) mit Eskalation bei komplexeren Fällen.
  • Learning & Development: Agenten als persönliche Lernbegleiter mit Gedächtnis, die individuelle Lernpfade kuratieren und Fortschritte überwachen.
  • Performance Management: Zusammenfassung, Analyse und Vorstrukturierung von Feedback aus unterschiedlichen Quellen für Führungsgespräche.
  • Workforce Planning: Vorhersage von Personalbedarfen, Skill-Gaps und Ressourcenallokationen mit Multi-Agent-Ansätzen.
  • Compliance & Audits: Unterstützung bei Richtlinieneinhaltung, Dokumentation und Auditierbarkeit von HR-Prozessen.

Praxisbeispiele für HR

Im Sinne der in der Studie beschriebenen Lighthouse-Projekte lassen sich exemplarisch zwei Einsatzfelder für das Personalwesen hervorheben:

Recruiting-Agenten für Time-to-Hire-Optimierung

  • Zielsetzung: Reduktion der Time-to-Hire um 40–60 %, Entlastung von Recruitern bei repetitiven Aufgaben sowie Verbesserung der Candidate Experience durch schnelle und konsistente Kommunikation.
  • Agenten-Rollen:
    1. Job-Posting-Agent erstellt Stellenanzeigen auf Basis von Jobprofilen und veröffentlicht diese automatisch auf relevanten Plattformen.
    2. Screening-Agent prüft eingehende Bewerbungen anhand definierter Kriterien und sortiert Kandidaten nach Passung.
    3. Interview-Scheduling-Agent koordiniert Termine mit Kandidaten und Fachabteilungen.
    4. Candidate-Communication-Agent hält Bewerber über den Prozessstatus auf dem Laufenden und beantwortet Standardfragen.
    5. Contract-Drafting-Agent erstellt Vertragsentwürfe aus Vorlagen, die von HR final freigegeben werden.
  • Governance & Kontrolle: Recruiter entscheiden über Shortlists, HR prüft Vertragsentwürfe final. Alle Interaktionen sind revisionssicher dokumentiert.
  • KPIs: Time-to-Hire, Candidate Satisfaction Score, Kosten pro Einstellung, Recruiter-Zeit pro Kandidat.
  • Nutzen: Effizienzsteigerung, parallele Bearbeitung vieler Bewerbungen, einheitliche Kommunikation und verbesserte Candidate Experience.

HR-Helpdesk-Agenten für Mitarbeiteranfragen

  • Zielsetzung: Steigerung der First-Contact-Resolution-Rate auf über 70 %, Entlastung des HR-Teams von repetitiven Standardanfragen und deutliche Verkürzung der Antwortzeiten.
  • Agenten-Rollen:
    1. Policy-Agent beantwortet Fragen zu Urlaub, Benefits, Krankmeldungen oder Arbeitszeitmodellen.
    2. Transaction-Agent führt einfache Transaktionen aus (z. B. Urlaubsanträge, Adressänderungen) und eskaliert komplexere Fälle.
    3. Escalation-Agent erkennt sensible Themen und übergibt diese mit Kontextdokumentation an HR-Sachbearbeiter.
    4. Feedback-Agent erhebt nach der Interaktion Rückmeldungen und speist diese in Verbesserungsprozesse ein.
  • Governance & Kontrolle: HR behält volle Einsicht; klare Regeln legen fest, wann keine autonome Bearbeitung erfolgen darf (z. B. arbeitsrechtliche Konflikte). Alle Vorgänge werden revisionssicher dokumentiert.
  • KPIs: First-Contact-Resolution-Rate, durchschnittliche Antwortzeit, Anteil automatisiert gelöster Tickets, HR-Zeit pro Anfrage.
  • Nutzen: Entlastung von Routineaufgaben, sofortige und konsistente Antworten, transparente Abläufe sowie deutliche Steigerung der Employee Experience.

Das CEO-Playbook: Schlüsselimpulse für den Einsatz agentischer KI

Die Studie versteht sich als Playbook für CEOs: Nur die oberste Führung kann den entscheidenden Schwenk von verstreuten Experimenten hin zu strategischer Skalierung anordnen. Es geht dabei nicht um punktuelle Use Cases, sondern um die Transformation ganzer End-to-End-Prozesse. Organisationen müssen ihre Arbeitsweise grundlegend neu ausrichten: von Use Cases zu Prozessen, von isolierten Teams zu funktionsübergreifenden Transformation Squads, von Experimenten zu industriell skalierbaren Programmen.

Zentral ist auch die Vorbereitung der Belegschaft. Unternehmen müssen systematisch in Upskilling investieren, damit Mitarbeitende effektiv mit Agenten zusammenarbeiten können. Gerade HR spielt hier eine Doppelrolle – als Anwender eigener HR-Agenten und als Treiber von Qualifizierungsinitiativen.

Technologisch erfordert die agentische Ära die konsequente Data Productization: Daten müssen als wiederverwendbare Produkte aufbereitet werden, die Agenten nutzen können. Dies gilt für Geschäfts- wie für HR-Daten (z. B. Skill-Datenbanken, Employee-Journeys). Gleichzeitig ist Wachsamkeit geboten, um technische Schulden und unkontrollierte Agenten-Sprawl zu verhindern.

Die Studie weist zudem darauf hin, dass Agenten nicht nur Effizienzgewinne bringen, sondern auch neue Erlösquellen erschließen können – etwa durch verbesserte Customer und Employee Experience oder durch innovative Geschäftsmodelle. Damit geht es um mehr als Kostensenkung: Agenten werden zu einem Hebel für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Fazit

Die Studie schließt mit einem klaren Appell: Unternehmen sollten die Phase der punktuellen Experimente beenden und agentische KI strategisch und prozessübergreifend einsetzen. Nur durch Prozessneugestaltung, robuste Governance, eine skalierbare Architektur und die aktive Führung durch das Top-Management lassen sich die vollen Potenziale erschließen. Für das Personalwesen eröffnet dies vielfältige Möglichkeiten, insbesondere in Bereichen wie Recruiting, Employee Services oder Learning & Development, in denen repetitive Abläufe und hohe Personalisierungsbedarfe zusammentreffen.

Agentische KI verändert das Personalwesen grundlegend: Von Recruiting über HR-Services bis Learning & Development eröffnen sich neue Chancen für Effizienz, Entlastung und Employee Experience. Die McKinsey-Studie „Seizing the Agentic AI Advantage“ zeigt, wie HR-Teams das GenAI-Paradoxon überwinden und mit vertikalen, prozessnahen Anwendungen echten Mehrwert schaffen.

FAQs

Was versteht McKinsey unter dem GenAI-Paradox?

McKinsey beschreibt das GenAI-Paradox so: Rund 80 % der Unternehmen nutzen bereits generative KI, aber ebenso viele berichten, dass sie noch keinen messbaren Einfluss auf das Geschäftsergebnis sehen.

Was sind horizontale und vertikale Anwendungen von KI?

Horizontale Anwendungen sind allgemeine Tools wie Chatbots oder Office-Copilots, die breit eingesetzt werden können, aber oft nur schwer messbare Effekte bringen. Vertikale Anwendungen sind funktionsspezifisch, tief in Prozesse integriert und liefern messbaren Nutzen, etwa in Recruiting oder Kreditrisiko-Analysen.

Was unterscheidet Copiloten von Agenten?

Copiloten sind reaktive Assistenten, die Vorschläge machen oder Texte unterstützen. Agenten besitzen dagegen Gedächtnis, Planungsfähigkeit und Tool-Integration und können komplexe, mehrschrittige Prozesse eigenständig ausführen.

Welche Vorteile bieten agentische KI-Systeme?

Agentische KI bringt Vorteile wie Parallelisierung von Aufgaben, höhere Anpassungsfähigkeit, Personalisierung in großem Maßstab, Flexibilität bei Nachfrageänderungen, mehr Resilienz durch klare Eskalationspfade und die Erschließung neuer Erlösquellen.

Warum reicht es nicht, Agenten in bestehende Prozesse einzubauen?

Die Studie zeigt, dass nur eine End-to-End-Neugestaltung von Prozessen – mit klarer Rollenverteilung zwischen Mensch und Agent – substanzielle Effekte bringt. Werden Agenten nur in alte Abläufe eingebaut, sind die Effizienzgewinne begrenzt.

Was ist das agentic AI mesh?

Das agentic AI mesh ist eine Infrastruktur, die den Einsatz vieler Agenten koordiniert, überwacht und absichert. Es umfasst Komponenten wie Asset-Registry, Workflow-Katalog, Observability, Authentifizierung, Evaluation und Governance zur Vermeidung von Agenten-Sprawl.

Welche Rolle spielt das CEO-Playbook?

Die Studie versteht sich als Playbook für CEOs. Nur das Top-Management kann den Wechsel von Experimenten zu strategischer Skalierung anordnen, Prozesse end-to-end neu denken, funktionsübergreifende Teams einsetzen und eine Governance-Struktur etablieren.

Welche Relevanz hat agentische KI für das Personalwesen?

HR ist besonders geeignet für den Einsatz von Agenten, da viele Abläufe repetitiv und regelbasiert sind. Beispiele sind Recruiting und Onboarding, HR-Helpdesk, Learning & Development, Performance Management, Workforce Planning und Compliance.

Welche HR-Praxisbeispiele zeigt der Artikel?

Beispiele sind Recruiting-Agenten, die den gesamten Einstellungsprozess beschleunigen und professionalisieren, sowie HR-Helpdesk-Agenten, die Standardanfragen sofort beantworten und komplexe Fälle an HR eskalieren. Beide steigern Effizienz und Employee Experience.

Welche Voraussetzungen sind für HR besonders wichtig?

Notwendig sind eine End-to-End-Prozessneugestaltung, Upskilling der Mitarbeitenden, eine saubere Datenbasis (z. B. Skill-Datenbanken), sowie klare Governance-Mechanismen gegen Bias, Datenschutzprobleme und Agenten-Sprawl.

Welche Risiken birgt der Einsatz agentischer KI im HR?

Zu den Risiken zählen vor allem Datenschutz und Informationssicherheit, mögliche Diskriminierung durch Bias im Recruiting, Akzeptanzprobleme bei Mitarbeitenden sowie die Gefahr technischer Schulden und unkontrollierten Agenten-Sprawls. Eine klare Governance ist daher entscheidend.

Wie sieht der 90-Tage-Plan der McKinsey-Studie aus?

Der Plan gliedert sich in drei Phasen: In den ersten 30 Tagen Auswahl von Lighthouse-Prozessen und Aufbau eines AI Councils. In den Tagen 31–60 Neugestaltung von Prozessen, Aufbau von Mesh-Komponenten und Bildung funktionsübergreifender Teams. Ab Tag 61 Pilotierung von Agenten-Netzwerken, KPI-Messung und Einführung von Governance-Regeln.

Welche wirtschaftlichen Effekte können HR-Abteilungen erwarten?

Neben Effizienzgewinnen wie kürzere Bearbeitungszeiten und Kostensenkungen eröffnen Agenten auch Wachstumspotenziale: bessere Employee Experience stärkt das Employer Branding, erleichtert die Talentgewinnung und ermöglicht innovative Services für Mitarbeitende.

Welche Rolle spielt Upskilling im HR-Kontext?

HR muss selbst fit im Umgang mit Agenten werden und gleichzeitig die Belegschaft weiterqualifizieren. Upskilling-Initiativen stellen sicher, dass Mitarbeitende neue Tools verstehen und sinnvoll nutzen. HR ist damit sowohl Anwender als auch Treiber der Transformation.

Wie lassen sich Run-Costs im HR-Umfeld kontrollieren?

McKinsey warnt, dass laufende Kosten die Entwicklungskosten übersteigen können. HR sollte daher frühzeitig Kostenmodelle entwickeln, Lasttests durchführen und unterschiedliche Modell-Mixe simulieren. So bleibt die Wirtschaftlichkeit im Blick und Überraschungen werden vermieden.

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